Wer einen PC zusammenbauen will muss sich Gedanken dazu machen, wozu das System verwendet werden soll. Denn ein für Büroanwendungen konzipierter PC wird kaum Spaß machen bei Computerspielen, und ein Spiele-Computer muss andere Anforderungen erfüllen als ein System, das nur zum Surfen im Internet verwendet wird. Der Selbstbau eines PCs zielt am ehesten auf eine spezifischem und für eine Art der Anwendung optimierten PC, das es in einer solchen Konfiguration nicht zu kaufen gibt. Bei der Kombination der einzelnen Komponenten ist darauf zu achten, dass diese auch tatsächlich zusammenpassen, und das kann durchaus schon an Kleinigkeiten scheitern.
Hauptkomponente eines jeden PCs ist dabei das so genannte Motherboard. Auf dieser Platine sind die wichtigsten Leitungen und Anschlüsse vorhanden, mit denen dann die weiteren Komponenten verbunden werden. Ein Motherboard gibt es in verschiedenen Größen, den so genannten Formfaktoren. Das seit mehreren Jahren gebräuchlichste Format ist ein so genanntes ATX-Board, das es von verschiedenen Herstellern und auch in abgewandelten Bauformen wie Mini-ATX oder BTX zu erhalten ist. Ein ATX-Board hat eine physikalische Größe von 305 x 244 mm, und das ausgewählte Gehäuse für den selbst zu bauenden PC muss diese Größe natürlich aufnehmen können. Neben dem Formfaktor des Boards ist für die Größe des Gehäuses ebenfalls ausschlaggebend, wie viele zusätzliche Einschübe und Slots für externe Karten der PC haben soll. Dabei gilt ganz einfach die Faustregel: Je größer das Gehäuse, desto mehr Platz für weitere Laufwerke und externe Karten ist vorhanden. Externe Karten bezeichnet dabei Karten, die sich im Gehäuse, aber nicht auf dem Motherboard selbst befinden, sondern in dieses hineingesteckt werden und deren Anschlüsse dann nach draußen geführt werden. Beispiele hierfür sind Netzwerk- oder auch Grafikkarten.
Von der Anzahl der zu verwendenden Geräte hängt dann auch die Dimensionierung des Netzteils ab. Zwar kann man mit einem großen Netzteil auch später noch weitere Komponenten nachrüsten, aber ein großes Netzteil bedeutet auch immer eine große Wärmeentwicklung. Netzteile sind zwar mit eigenen Lüftern ausgestattet, wenn diese aber ständig unter Volllast laufen, geben sie einen Teil der Wärme auch in das PC-Gehäuse ab, sodass man sich bei einem selbstgebauten PC auf jeden Fall Gedanken um eine vernünftige Lüftung machen muss. Ansonsten kann es an sehr warmen Tagen zu einer Überhitzung des Systems aufgrund von thermischen Problemen kommen, was dann zu einem zeitweiligen Ausfall des PCs führen kann.
Ein weiterer wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Aspekt bei einem PC ist die Wahl des Prozessors. Dieser ist mit abhängig von dem ausgewählten Motherboard, da nicht jeder Prozessor auf jedem Motherboard verwendet werden kann. Wer also weiß, welchen Prozessor mit welcher Geschwindigkeit und welcher Anzahl von Rechenkernen, den so genannten Kernels, er einsetzen möchte, sollte darauf achten, dass das Motherboard auch für diesen Prozessor geeignet ist. Auch beim Prozessor gilt es wieder darauf zu achten, dass dieser ausreichend gekühlt wird, denn auch dieser entwickelt eine große Wärme. Gleiches gilt auch für den Prozessor auf einer Grafikkarte, die bei den meisten selbstgebauten PCs entsprechend leistungsstark ausfallen wird.
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